Prävention und Früherkennung von Waldbränden
Das Projekt zielt darauf ab, im Nationalpark Ciervo de los Pantanos ein System zur Prävention und Früherkennung von Waldbränden zu entwickeln und einzusetzen, das die Abläufe verbessert und die Reaktionszeiten bei unmittelbar drohenden Bränden oder hohen Risikostufen verkürzt.
Der Nationalpark Ciervo de los Pantanos liegt im Verwaltungsbezirk Campana, 7 km von der Stadt Campana und 69 km von Buenos Aires entfernt. Er umfasst 5.561 Hektar und wurde 2018 auf Grundlage des Naturschutzgebiets Otamendi eingerichtet. Er ist als Ramsar- und AICA-Gebiet anerkannt und gehört zudem zum Nationalen System der Schutzgebiete.
Umweltmonitoring in Echtzeit
Die Methodik zur Erkennung und Prävention beruht auf einem Netzwerk intelligenter Sensoren, das Umweltdaten in Echtzeit erfasst und mit Informationen aus eigenen Wetterstationen der Stiftung sowie aus offenen Quellen verknüpft. Das System soll Frühwarnmuster identifizieren, aktive Brände erkennen und das Brandverhalten analysieren.
Das Netzwerk umfasst Ultraschall-Wettersensoren, eine Kamera zur Branderkennung, einen Sensor für die CO₂-Konzentration sowie Sensoren für Bodenfeuchte und Bodentemperatur. Gemeinsam messen diese Geräte Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Luftdruck, Niederschlag, CO₂-Konzentration in der Luft sowie Bodenfeuchte und Bodentemperatur.
Schutz eines empfindlichen Ökosystems
Das Gebiet besteht aus natürlichen Tala-Wäldern, in denen unter anderem Holunder-, Ombú- und Espinillo-Bäume vorkommen, und beherbergt eine große Zahl und Vielfalt an Tierarten.
Daten und Nutzungsmöglichkeiten der erzeugten Informationen
Die Daten werden überwacht und online an einen Datenlogger übertragen, anschließend in die Cloud hochgeladen und von Software mit künstlicher Intelligenz verarbeitet. Das System analysiert die Informationen und kann Brände erkennen, noch bevor sie mit bloßem Auge sichtbar sind.

